Gewaltpräventionsprojekt der Stiftung Dissen gestartet

„Tatgelegenheiten entziehen, das Entdeckungsrisiko erhöhen –

vorher dafür sorgen, dass Kinder nicht zu Schaden kommen“

Erstmals wurde im April 2010 – finanziert durch die Stiftung Dissen – in den drei Dissener Kindertagesstätten ein Gewaltpräventionskurs der Projektgruppe  ISVK durchgeführt. Im Rahmen eines Programms für Vorschüler trainierten die Kinder in dafür entwickelten Rollenspielen – angeleitet von den beiden Trainern Wilfried Bury und Derk van Berkum – einzelne Verhaltensweisen im Umgang mit fremden Menschen.

Hierbei lernten die Kinder zwischen guten und schlechten Gefühlen (Alarmgefühl) zu unterscheiden sowie „NEIN“ sagen zu können und zu dürfen. Die persönliche Schutzzone (Raum- oder Distanzzone) wurde bestimmt und das Verhalten bei Alarmgefühlen geübt.

Die Kinder wussten sehr genau worauf dieses Training abzielt und das es böse Menschen gibt. Täter stellen ihre möglichen Opfer auf die Probe. Sie versuchen die Kinder aus dem öffentlichen Raum herauszubringen. Entweder durch „locken“ in einen Raum oder Gebäude oder „einsteigen“ in ein Fahrzeug.
Nur sehr wenige Täter sind von vornherein fest entschlossen. Die Mehrzahl von ihnen geben schon im Vorfeld auf, wenn sie merken, jemand ist auf der Hut.

Diesem Umstand will die Stiftung Dissen – unterstützt durch die ISVK -  Rechnung tragen, indem den Kindern die beste Handlungsmöglichkeit, verbunden mit einem Körpergefühl, vermittelt wird. Durch das Training mit Wilfried Bury und Derk van Berkum, in enger Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen der KitaKunterbunt, des Regenbogenkindergartens und des Willy-Schulte-Kindergartens ist hier ein großer erster Schritt gelungen.