Warum Stiftung Dissen?

Die Stiftung Dissen hilft angesichts  leerer Kassen und zunehmender sozialer Kälte.
Wir fördern kirchliche Arbeit und bürgerschaftliches Engagement.
Wir übernehmen für das Zusammenleben in Dissen Verantwortung.

Dabei orientiert sich die Stiftungsarbeit am Leitsatz der Kirchengemeinde:
St. Mauritius – lebendige Gemeinde unterwegs auf Gottes Wegen zu den Menschen in unserer Stadt“. 

„Miteinander“ leben und „Füreinander“ einstehen - Maren Öynhausen über die Stiftung Dissen 

(2012) Vor  9 Jahren traf sich der Kirchenvorstand von St Mauritius : Graue Wolken am Horizont, denn Mittelkürzungen  durch die Landeskirche wurden angezeigt, besonders schmerzhaft war die Kürzung der Personalstellen.

Dabei waren wir in Dissen auf so gutem Weg mit unseren vielen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Senioren.

Vor diesem Hintergrund kam die Idee einer Stiftung für Dissen auf. Damals wusste kaum jemand, was es mit so einer Stiftung auf sich hatte. Und dann noch die Vision: langfristig 1,5 Millionen Euro als Stiftungsvermögen. Ehrlich gesagt: Die meisten von uns hielten diese Vorstellung für verrückt. Aber durch den unermüdlichen, geduldigen, aber gleichwohl leidenschaftlichen Einsatz unserer Pastoren Erik Neumann und Rainer von Oppen ist  die „Stiftung Dissen“ heute in unserer Gemeinde fest verankert, initiiert von der St Mauritiusgemeinde, aber getragen von den Menschen unserer Stadt.

Schon der Stiftungsaufruf war ermutigend erfolgreich. Besonders wichtig war der Einsatz der ersten Generation der Organisatoren, die ihren guten Namen für die Überzeugungsarbeit einsetzten, die rechtlichen Voraussetzungen schufen und die Idee in Dissen  durch unzählige Aktionen bekannt machten: Mit einem beliebten Stiftungslauf auf dem Röwekamp oder mit  fantasievollen Kunstprojekten auf dem Stadtfest: Picassos „Kind mit Taube“ aus kleinen Mosaikteilchen, ein Lichtermeer und ein farbiges Steinmosaik für den  Kirchplatz und zuletzt 2011 ein  Wandteppich , aus buntbemalten Stoffquadraten, von engagierten Frauen in Geduldsarbeit zusammengenäht. Heute erfreut er  die Bewohner des neuen Seniorenheims.

Die Stiftung übernimmt seit ihrer Gründung Verantwortung für das gute Zusammenleben in unserer Stadt.  Durch die Glaubwürdigkeit ihrer engagierten Mitglieder überzeugte sie von Anfang an Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen, denn die öffentlichen Kassen sind ja schon mit der Erfüllung der dringendsten sozialen Aufgaben überfordert.

Aber die finanzielle Hilfsbereitschaft der Dissener war von Anfang an überwältigend. Das Stiftungskapital wuchs durch Sonderaktionen der Vereine, Spenden anlässlich von Jubiläen und Hochzeiten, zu Geburtstagen, als Erinnerung an einen lieben Menschen. Und so konnte die praktische Arbeit sehr schnell beginnen.

Beispiel „Team Seelsorge“: offene Herzen und Ohren für Menschen, die sich aussprechen möchten.

Beispiel „Generationennetzwerk“. Spazierengehen mit älteren Personen, Hilfe nach einem Krankenhausaufenthalt, Patenschaften für junge Familien.

Beispiel: „Jugendarbeit und Schule“ Jeweils zwei junge Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres kümmern sich  in unseren  Schulen um Kinder mit Förderbedarf oder gestalten spannende Angebote im Nachmittagsbereich. Sie engagieren sich in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde, die allen Kindern in Dissen offen steht. Durch ihre Jugend und ihre Unbekümmertheit sind sie den Kindern besonders nah und wissen, was sie brauchen.

Beispiel: „Familienlotsen“, eine Herzensangelegenheit der Stiftung, weil ausgebildete Mitarbeiterinnen Familien betreuen, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Sie erhalten Beratung, ein Bett, Hilfe zur Selbsthilfe oder Unterstützung auf dem Weg zu den Ämtern.

Seit den aktuellen Stellenkürzungen um eine halbe Pastoren und eine halbe Diakonenstelle in der Mauritiusgemeinde haben die Hauptamtlichen kaum noch Spielraum mehr für die Koordinierung und Gestaltung der Jugendarbeit und der vielfältigen sozialen Aufgaben. Und so reifte die Idee, eine entsprechende Stelle  für diese Aufgabenbereiche auszuschreiben und selbst zu finanzieren.

Das ist ein wahrhaft mutiges Projekt. Aber die „Stiftung Dissen“ hat ihre Unterstützung zugesichert. Wir sind ganz sicher, dass es der Kirchengemeinde und der Stiftung Dissen auch diesmal gelingen wird, Menschen in Dissen für dieses Projekt zu begeistern.